Konti - Verseifung

Konti-Verseifung Typ KVN
Konti-Verseifung Typ KVN

Das kontinuierliche SELA Konti-Verseifungsverfahren zur Herstellung von Haushalts- oder Toiletteseife aus Neutralfett ist im Schema dargestellt.

Gegenüber dem konventionellen Verfahren der Kesselsiederei zeichnet sich das Verfahren durch wesentlich niedrigeren Energieverbrauch, höhere Ausbeute, niedrigere Rohstoffverluste und Rückführung der anfallenden Unterlauge und des Seifenleimes in den Prozess aus.

Ausgangspunkt für das Verfahren sind Niveaubehälter, die aus Rohstofflagertanks beschickt werden bzw. Niveaubehälter für die im Kreislauf geführte mit Glyzerin angereicherte Unterlauge.
Die Steuerung der vier Verfahrensstufen erfolgt durch entsprechende Dosierpumpengruppen, wobei jede Dosierkomponente einzeln reguliert werden kann.

Verseifung

Die Verseifung erfolgt in einem Reaktor bei 110 bis 125°C Temperatur durch Einführung von Fett und Natronlauge in einen Verseifungskreislauf, der durch Verseifungsreaktor und Förderpumpe gebildet wird. Reaktor und Kreislauf sind beheizt, um Anfahren und Stillstand zu ermöglichen. 

Zur Abfuhr der bei der Verseifung anfallenden Reaktionswärme kann die Schleife gekühlt werden.

Kühlung und Neutralisation

Das verseifte Produkt wird mit Unterlauge vermischt, die in einem Wärmetauscher auf eine Temperatur von ca. 35°C gekühlt wird. Die Seife verläßt diese Stufe mit einer Temperatur von ca. 90°C und wird der nachfolgenden Waschkolonne zugeführt.

In der Regel ist eine Kontrolle der Verseifung durch manuelle Probenahme für die Einstellung des Alkaligehaltes völlig ausreichend.

Auf Wunsch ist eine Kontrolle des Elektrolytgehaltes durch selbsttätige PH-Messung in der Seifenaustrittsleitung der Verseifungsschleife mit automatischer Regelung der Laugendosierung möglich.

Glyzerinextraktion

In der Waschstufe erfolgt die Trennung von Seife und Glyzerin mit Salzwasser durch flüssig/flüssig-Extraktion im Gegenstrom. Die gewaschene Seife verläßt den Extraktor am oberen Ende und wird der Schleifstufe zugeführt.

Das Glyzerinwasser wird am unteren Ende des Extraktors abgezogen und dem Unterlauge-Niveaubehälter zugeführt. Von hier erfolgt über ein Dosierpumpenelement die Rückführung eines Teiles der Unterlauge in die Verseifungsstufe.

Durch Überlauf wird die zuviel ankommende Unterlauge abgetrennt und durch eine Kreiselpumpe der nachfolgenden Unterlaugen-Eindampfanlage zugeführt.

Schleifen

Das Schleifen der Kernseife erfolgt durch Zuführung einer geringen Menge Natronlauge. Diese Zudosierung wird durch eine separate Dosierpumpe aus dem Dosierbehälter vorgenommen und geschieht direkt nach dem Austritt der gewaschenen Seife aus dem Extraktor. Bei Bedarf kann auch ein zusätzlicher statischer oder dynamischer Mischer zur besseren Homogenisierung eingesetzt werden.

Trennung Seife - Unterlauge

Die aus dem Extraktor kommende und mit einer kleinen Menge Natronlauge geschliffene Seife wird einer Trennzentrifuge zugeführt. Hier werden die beiden Phasen Seife und Unterlauge vollkommen von einander getrennt und separat aus der Zentrifuge abgeführt. Die Unterlauge wird zusammen mit der aus dem Extraktor kommenden Unterlauge dem Dosierbehälter zugeführt. Die Grundseife gelangt in den Vorratsbehälter und kann in der nachfolgenden Trocknungsanlage auf den gewünschten Wassergehalt getrocknet werden.

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30th World Exhibition Congress . Frankfurt am Main . 18 - 22 June 2012