Vakuum - Trockner
SELA-Vakuumtrockner werden serienmäßig für Leistungen von 300 bis 6000 kg/h gebaut.
Der Verfahrensablauf einer Vakuumtrocknung ist im Schema dargestellt. Die aus der Verseifung anfallende Grundseife wird über Filter und durch Niveausteuerung in einen Zulaufbehälter gepumpt, aus dem die Seife dem Trockner kontinuierlich durch Drehzahlregelung der Dosierpumpe zugeführt wird. Die Pumpen sind speziell für viskose Medien geeignet und die Wellenabdichtung gegen Ausblasdampf unempfindlich und daher leicht zu warten.
Die serienmäßigen Wärmetauscher sind für eine Heizdampftemperatur von 9 bar abs. und eine Zulauftemperatur der Grundseife von 80°C ausgelegt. Sie sind auf die speziellen Erfordernisse der Seifentrocknung, bei der die Wasserverdampfung bereits im Wärmetauscher einsetzt, abgestimmt.
In der evakuierten Sprühkammer wird die Seife auf die dem Vakuum entsprechende Siedetemperatur des Wassers abgekühlt und durch eine rotierende Sprühwelle mit Sprühdüse an die Innenwand des Behälters gesprüht. Die versprühte Seife wird mittels an der Sprühwelle befestigten Abstreichmessern von der Behälterinnenwand abgenommen. Um eine einwandfreie Seifenqualität ohne übertrocknete Seifenpartikel herstellen zu können, ist die Innenfläche der Sprühkammer exakt mechanisch bearbeitet. Hierdurch ist eine sichere und praktisch wartungsfreie Abnahme der getrockneten Seife durch federnde Abstreifer möglich.
Der Austrag der Seife aus der Sprühkammer erfolgt durch eine Nudelschneckenpresse. Bei Trocknern für Haushaltsseife erfolgt der Austrag gewöhnlich über eine Duplex-Vakuumstrangpresse als Seifenstrang. Für die Trocknung von Haushaltsseife wird die Sprühkammer mit ca. 20 bis 25 mbar und für Toiletteseife mit ca. 40 bis 50 mbar Druck betrieben. Eine Kontrolle der Sprühkammer kann durch das oben angebrachte Schauglas mit entsprechender Beleuchtung erfolgen.
Das verdampfte Wasser wird zur Abscheidung von mitgeführtem Seifenstaub über Zentrifugal-Staubabscheider geleitet und anschließend im Misch- oder Oberflächenkondensator kondensiert.
Der für die Kondensation der Brüden notwendige Aufwand hängt wesentlich von der verfügbaren Kühlwassertemperatur und den örtlichen Verhältnissen des Anlagenbetreibers ab. Bei hohen Kühlwassertemperaturen ist vor der Kondensation eine Brüdenverdichtung durch Dampfstrahler erforderlich, um den der Kühlwassertemperatur entsprechenden Gleichgewichtsdruck des Wasserdampfes im Kondensator zu erreichen.
Die Abfuhr der nichtkondensierbaren Gase und der Leckluft kann wahlweise über Dampfstrahler oder mechanische Vakuumpumpen erfolgen.





