Einleitung

SELA Vakuum-Trocknungsanlage
SELA Vakuum-Trocknungsanlage

Haushalts- und Toiletteseifen, die dem heute allgemein üblichen Standard entsprechen, werden nach dem Verfahren der Vollverseifung hergestellt.

Hierbei geht man von 70 - 80 % Rindertalg und 20 - 30 % Kokosöl oder deren Fettsäuren aus. Als alternative Rohstoffe können auch Palmöl und Palmkernöl zur Anwendung kommen.

Das Vollverseifungsverfahren erlaubt die Abtrennung des Glyzerins, der unverseifbaren Fette und Öle und einen Alkaligehalt unter 0,1 %. Es fällt hierbei eine Seife mit ca. 34 % Wassergehalt an. Für die Weiterverarbeitung ist daher eine Trocknung erforderlich.

SELA Atmosphärische Trocknungsanlage
SELA Atmosphärische Trocknungsanlage

Haushaltsseifen werden auf einen Wassergehalt von ca. 24 % und Toiletteseifen von ca. 12 % getrocknet. Gleichzeitig erfordert die Weiterverarbeitung der Seife eine Kühlung auf 20 - 30°C, um der Seife die notwendige Festigkeit zu geben.

Zur Herstellung von Schmierseifen auf Basis von Kalilauge oder Pottasche und z. B. Kokosöl wird das halbwarme Verseifungsverfahren angewendet. Hierbei werden die Komponenten erwärmt und gemischt. Eine nach diesem Verfahren hergestellte Seife enthält noch alle Verunreinigungen, ggf. Glyzerin und entspricht daher nur niedrigen Qualitätsansprüchen. Der Alkaligehalt liegt über 0,3 % und die Verunreinigungen begünstigen Oxidation, Farbänderungen und unangenehmen Geruch.

Verzichtet man bei der Mischung von Fetten und alkalischer Lösung auf die Erwärmung, so spricht man von kalter Verseifung. Diese Reaktion benötigt einige Tage.

Bei den zwei letztgenannten Verseifungsverfahren ist eine Veränderung des Wassergehaltes durch Verdampfungstrocknung nicht üblich.

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