Raffinieren und Verstrangen
Schneckenpressen werden heute in der Seifenindustrie für folgende Funktionen verwende
- kontinuierliches Mischen von Seife mit leicht dosierbaren Zusätzen
- Raffination der Seife unter Verwendung von Raffiniersieben vor der Lochscheibe
- Entlüften und Extrudieren der Seife zu einem kontinuierlichen Strang
Diese Funktionen sind je nach Bedarf durch Schneckenpressen mit einer Schnecke (Bauart E) oder mit zwei parallel arbeitenden Schnecken (Bauart Z) durchzuführen.
Strangpressen können mit einer Stufe (Bauart Simplex), mit zwei Stufen (Bauart Duplex) oder auch in Sonderfällen mit drei Stufen (Bauart Triplex) ausgeführt werden.
Die Kombination mehrerer Stufen erlaubt die Verbindung von Mischen - Raffinieren oder Raffinieren - Entlüften - Extrudieren in jeweils einer Maschine.
Anstelle des Homogenisierens durch ein Walzwerk kann die Seife auch durch eine Raffinier-Schneckenpresse verfeinert werden. Zur Erzielung der Raffinierwirkung werden vor die Sieblochscheibe feine Raffiniersiebe mit Maschenweiten um 0,5 mm verwendet.
Die Frage, ob in dieser Verarbeitungsstufe der Homogenisierung durch ein Walzwerk oder einer Raffination durch die Strangpresse der Vorrang zu geben ist, hängt weitgehend von den verarbeiteten Rohstoffen, dem Verseifungs- und Trocknungsverfahren bzw. den gewünschten Eigenschaften des Endproduktes ab.
Bauart/ | Simplex | Duplex |
Mischer
| Simplex Mischer
| Duplex Mischer
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Refiner | Simplex Refiner
| Duplex Refiner
|
Extruder | Simplex Strangpresse
| Duplex Strangpresse
|
Sela - Schneckenpressen (Angaben für eine Stufe)
Durch- | Eine Schnecke | Zwei parallele Schnecken für pastöse Seifen bzw. hohe Durchsatzleistungen | ||||
Typ | Ø | max. Antriebs- | Typ | Ø | max. Antriebs- | |
300 | E 160 | 160 | 7.5 (5.5)* | Z 120 | 120 | 11.0 (7.7)* |
500 | E 200 | 200 | 11.0 (7.5)* | Z 160 | 160 | 11.0 (7.7)* |
750 | E 250 | 250 | 15.0 (11.0)* | Z 160 | 160 | 18.5 (15.0)* |
1000 | E 250 | 250 | 18.5 (15.0)* | Z 200 | 200 | 22.0 (18.5)* |
1500 | E 300 | 300 | 22.0 (18.5)* | Z 250 | 250 | 30.0 (22.0)* |
2000 | E 350 | 350 | 30.0 (22.0)* | Z 250 | 250 | 37.0 (30.0)* |
2500 | E 400 | 400 | 30.0 (30.0)* | Z 300 | 300 | 45.0 (37.0)* |
3000 | E 400 | 400 | 37.0 (30.0)* | Z 300 | 300 | 55.0 (45.0)* |
4000 | Z 350 | 350 | 55.0 (45.0)* | |||
5000 | Z 350 | 350 | 75.0 (55.0)* | |||
6000 | Z 350 | 350 | 75.0 (55.0)* | |||
7000 | Z 400 | 400 | 90.0 (75.0)* | |||
8000 | Z 400 | 400 | 90.0 (75.0)* | |||
* Leistungsbedarf für Haushaltsseife in Klammern. ** Gepresste Seifenstücke. Strangpressenleistung ist 30 - 40 % höher.
Raffinieren und Extrudieren erfolgen in einer Duplex-Vakuum-Strangpresse. In der ersten Stufe wird die Seife verdichtet, raffiniert und der Vakuumkammer in Nudelform zugeführt. Nach der Entlüftung wird in der zweiten Stufe ein kontinuierlicher Strang extrudiert.
Standardmäßig läuft die Pressschnecke der ersten Stufe mit konstanter Drehzahl und wird über eine Füllstandsonde in der Vakuumkammer durch einen elektronischen Sanftanlauf geschaltet. Die Pressschnecke der zweiten Stufe ist serienmäßig mit einem durch Frequenzsteuerung regelbaren Motor ausgerüstet, um die Stranggeschwindigkeit stufenlos anpassen zu können.
Normalerweise werden für Durchsätze ab 3.000 kg/h Strangpressen mit zwei gegenläufigen, parallel angeordneten Schnecken eingesetzt. Bei sehr zähen und pastösen Seifen ist diese Anordnung auch für kleinere Durchsätze zweckmäßig.
Sofern bei der Pressung der Stücke Quetschformen hergestellt werden, muss mit Pressabfall bis zu 30 % gerechnet werden. Dieser Abfall wird der Strangpresse kontinuierlich wieder zugeführt. Diese zusätzliche Leistung der Strangpresse muß bei der Dimensionierung berücksichtigt werden.




















